Aus­bildung

Suchen Sie Men­schen mit sehr hoher Mo­ti­va­tion und außer­ge­wöhn­licher Lo­ya­li­tät ihrem Aus­bil­dungs-(Betrieb) ge­gen­über?

Menschen mit Be­hin­de­rung sind, am richti­gen Ar­beits­platz ein­ge­setzt, un­ein­geschränkt leis­tungs­fähiger.

Vie­le Handi­caps ha­ben kei­nen ne­ga­ti­ven Ein­fluss auf die Ar­beits­leis­tung und kön­nen durch Hilfs­mittel pro­blem­los aus­ge­glichen werden.

Können Sie sich vor­stellen, Men­schen mit Be­hin­de­rung aus­zubil­den oder in Ih­rem Betrieb ein­zu­stellen? Wir unter­stützen Sie beim Ver­mit­tlungs- und Ein­stel­lungs­pro­zess. Wir ver­mitteln den Kon­takt zu rele­van­ten Part­nern.

Mög­liche Aus­bildungs­formen

Grund­sätzlich bil­den die recht­lichen Grund­la­gen für alle an­er­kann­ten be­trieb­lichen Aus­bil­dungs­be­rufe das Berufs­bil­dungs­ge­setz (BBiG) und die Hand­werks­­ord­nung (HwO), so­wie ein­zel­ne Aus­bildungs­ver­ord­nungen. Ziel ist es, dass mög­lichst viele junge Men­schen mit Be­hin­de­rung ei­ne be­trieb­liche Aus­bil­dung ab­sol­vie­ren.

Es gibt fol­gen­de Aus­bildungs­formen:

  1. Die Aus­bil­dung in an­er­kan­nten Aus­bil­dungs­be­rufen.
  2. Die Aus­bil­dung in an­erkann­ten Aus­bil­dungs­be­ru­fen mit Nach­teils­aus­gleich (zeitliche und sach­liche Glie­de­rung der Aus­bil­dung – Aus­bil­dungs­rah­men­plan –, die Dauer von Prü­fungs­zei­ten, Zu­las­sung von Hilfs­mitteln, die In­an­spruch­nah­me von Hilfe­leis­tungen Dritter (z. B. Ge­bär­den­dol­metscher).
  3. Die Aus­bildung als Fach­prak­tiker (Fach­prak­tiker‑Rege­lungen wer­den nach § 66 BBiG bzw. § 42 HwO durch die je­wei­lige Hand­werks­kammer er­lassen). Die­se Rege­lungen sind an die In­halte der an­er­kannten Aus­bil­dungs­be­rufe an­ge­lehnt, ent­sprechen aber besser den in­di­vi­du­ellen Be­dürf­nissen und Fähig­kei­ten der jungen Be­hin­der­ten.
  4. Eine Mög­lich­keit der Aus­bil­dung ist auch die »ver­zahn­te Aus­bil­dung« mit ent­spre­chen­den Aus­bil­dungs­trä­gern.

Unter­stützungs- und Förder­möglich­keiten in der Aus­bildung

Eine Berufs­aus­bil­dung in ei­nem an­er­kannten Aus­bil­dungs­be­ruf können auch Men­schen mit Be­hin­de­rung ab­sol­vieren.

Da­für sollte der Aus­bil­dungs­be­trieb be­stimm­te Vor­aus­setzungen schaffen.

Die Barriere­frei­heit muss ge­prüft wer­den und dass nicht nur im Be­trieb son­dern auch in der Berufs­schule; ggf. wer­den tech­nische Arbeits­hil­fen be­nötigt.

Unter­stützung fin­den Sie beim tech­ni­schen Be­ratungs­dienst der Agen­tur für Ar­beit oder direkt beim Inte­gra­tions­amt.

Hier wer­den Sie zur be­hinderungs­gerech­ten Aus­stattung der je­wei­ligen Ar­beits­plätze be­ra­ten. Die ent­spre­chen­den Adressen der Äm­ter fin­den Sie hier auf der Homepage.

Um die be­son­deren Be­dingungen bei Men­schen mit Be­hin­de­rung zu be­rück­sich­tigen, sind bei Be­darf auch An­passungen an die Aus­bil­dung mög­lich, so z. B.

  • die zeit­lich und sach­liche Gliede­rung der Aus­bildung
  • das an­ge­passte und ver­än­derte Führen der Be­richts­hefte, falls dies in schrift­licher Form nicht mög­lich ist
  • Hilfe­leis­tungen durch Dritte (Ge­bärden­dolmetscher)
  • in­sofern die regel­mäßige täg­liche und wöchent­liche Aus­bil­dungs­zeit nicht ab­sol­viert wer­den kann, soll­te man sich über die Teil­zeit­aus­bil­dung in­for­mie­ren. Die­se Infor­ma­tion er­halten Sie bei der Hand­werks­kammer Berlin bei den Mit­arbeiter/-innen der Lehr­lingsrolle.

Nachteils­aus­gleich bei Prüfungen

Nachteilsaus­gleiche können, je nach Be­hin­de­rung z.B. sein:

  • Anwesen­heit einer ver­trauten Person
  • Prüfung am ei­ge­nen Ar­beits­platz
  • Zulassung tech­nischer Hilfsmittel
  • Verlänge­rung der Prü­fungs­zeit
  • Mehr oder länge­re Pau­sen
  • Ein­zel- statt Grup­pen­prü­fung
  • Münd­liche statt schrift­liche Prüfung.

Bei den Prü­fungen wer­den die fach­lichen und quali­ta­ti­ven An­for­de­rungen an die Prüf­linge durch den Nach­teils­aus­gleich nicht ver­ringert. Prü­fungs­in­halte blei­ben be­stehen, wie bei allen an­de­ren Prüf­lingen auch. Es wird nur die Art und Wei­se des Prüfungs­ab­laufs ent­spre­chend der Be­hin­de­rung an­ge­passt. Die Be­willi­gung bei der Zu­lassung zur Prü­fung ist immer eine Ein­zel­fall­ent­scheidung und muss schrift­lich zum An­trag auf Prü­fung er­fol­gen (recht­liche Grund­lage: § 65 BBiG und § 42k HwO).

Weitere Infor­ma­tionen:Hand­werks­kammer Berlin
Blücherstraße 68
10961 Berlin
An­sprech­part­nerin: Frau Schmidt
Telefon: 030/25 903‑326 oder per Mail unter yschmidt[at]hwk‑berlin.de.

 

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